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Mountainbike-Urlaub mit Familie kann wirklich eines der schönsten Erlebnisse überhaupt auf dem Bike sein: Der Fokus verändert sich, man sieht die eigenen Kinder an den Challenges wachsen, sich weiterentwickeln, vielleicht auch sich ihre ersten Blessuren holen – und tapfer drüber hinweg kommen. Ohne guter Vorbereitung und Planung kann der Familien-MTB-Urlaub aber auch ganz schnell mit Tränen und großem Drama enden. Wir wissen aus leidvoller Erfahrung, wovon wir sprechen. 🙂 Vorbereitung ist alles! Daher haben wir für euch die ultimative Einpackliste für den nächsten MTB-Family-Urlaub zusammengestellt. Viel Spaß beim Packen!

Wie immer mit Familie, wird vieles ganz spontan geschehen und ganz anders als geplant. Gut, wenn dann alles Wichtige mit dabei ist und du auf jede Situation eingestellt bist. Dann kann Supermum & Iron Dad rein gar nichts aus der Ruhe bringen. Wir haben hier heldenhaft für euch alles zusammengetragen, was aus unserer Erfahrung mit den lieben Kleinen beim Familienbikeurlaub UNBEDINGT ins Gepäck sollte. Darunter lebensrettende Dinge wie Gummibärchen und bunte Pflaster. Macht euch bereit für das ultimative Abenteuer!

Die Ausrüstung „auf Tour“ richtet sich natürlich nach dem Alter des Kindes. Wir unterscheiden nach Reisen und Touren mit kleinen Kindern, die entweder im Anhänger oder Sitz dabei sind und solchen, die schon selber fahren.

Bei sehr kleinen Kindern:

  • geländetauglicher Radanhänger, zum Beispiel Tout Terrain Singletrailer
  • geländetauglicher Kindersitz, zum Beispiel Thule Yepp Next Mini
  • Kinderradhelm
  • Sonnenbrille
  • kindertaugliche Sonnencreme
  • feste Schuhe
  • Schlauchtuch
  • Windjacke
  • Kleine Brotzeit und Snacks für Unterwegs (Obst, Knabbertierchen, usw.)
  • Wasser in kindgerechter Flasche
  • evtl. kleines Buch für die Pausen
  • Schlafkissen für den Anhänger
  • Wechselbekleidung
  • Wickelset, falls nötig
  • Erste-Hilfe-Set mit Kinderpflaster
  • evtl. Handtuch (bei Besuchen von Bergseen)
  • warme Bekleidung (für entsprechende Höhenlagen)
  • Karte, Navigationsgerät, Smartphone

Tipp: Tourenplanung mit Anhänger

Die Tourenplanung ist essenziell bei Fahrten mit Anhänger. Idealerweise können die Kinder im Anstieg schlafen – Zeit also entsprechend planen und darauf hoffen, dass die Kleinen den Anstieg nicht doch zu spannend finden (wie bei uns häufig geschehen). Der Anhänger läuft dann sehr ruhig und gleichmäßig. Für die Abfahrt sollte der Trail nicht zu verblockt sein und auch kaum Spitzkehren und enge Kurven enthalten. Mit dem Singletrailer von Tout Terrain etwa sind aber Trails bis S1 für Biker*in und Kind gut und vor allem spaßig machbar. Das Kind sollte bergab wach sein um sich auf das aufkommende Geruckel einstellen zu können. Die Kinder haben so immer viel Spaß. Im Anhänger kann man zudem sehr gut das gesamte Gepäck für das Kind transportieren.

Leogang Familyshooting 2019 © moppetfoto.de
© moppetfoto.de

Bei größeren Kindern:

  • geländetaugliches Mountainbike, hier gibt es je nach Alter mittlerweile tolle Modelle von Woom über Kubikes bis hin zu Propain und co.
  • evtl. Abschleppseil, wie zum Beispiel komit
  • Kinderradhelm
  • Sonnenbrille
  • Radhandschuhe
  • kindertaugliche Sonnencreme
  • feste Schuhe
  • Schlauchtuch
  • Windjacke
  • kleine Brotzeit und Snacks für Unterwegs (Obst, Knabbertierchen, Gummibärchen, usw.)
  • Wasser in kindgerechter Flasche
  • Wechselbekleidung
  • Erste-Hilfe-Set mit Kinderpflaster
  • evtl. Handtuch (bei Besuchen von Bergseen)
  • warme Bekleidung (für entsprechende Höhenlagen)
  • Karte, Navigationsgerät, Smartphone
  • Kinderrucksack falls nötig oder besser Hüfttasche, zum Beispiel von Deuter
  • kindgerechte Knieschoner, zum Beispiel von IXS

Der Großteil der Ausrüstung gehört natürlich in den Elternrucksack. Zusätzlich dazu sollte dieser immer mit einem Minitool, Pumpe, Ersatzschlauch, Flickzeug, Kabelbinder und anderen Kleinigkeiten ausgestattet sein. Das Kind sollte, wenn überhaupt, lieber eine kleine Gürteltasche dabei haben für kleine Snacks, wichtige Mitbringsel, kleine Sammlerstücke und Trophäen.

Grundlegendes zum Packen:

Vermeide schon beim Packen, die Bikeausrüstung auf verschiedene Taschen zu verteilen – die Sucherei im Erstfall kostet unnötige Nerven! Wenn jeder die eigene Bikeausrüstung in seinem Rucksack hat ist immer klar, wo Handschuhe, Sonnenbrillen und Müsliriegel zu finden sind – auch die Kinder wissen das und können sich somit optimal orientieren.

Kleine Helfer:

Kindersitze und trailtaugliche Anhänger sind in den letzten Jahren schon zum Standard geworden. Für ausgedehnte Touren kommt man am Singletrailer kaum vorbei. Bequem fürs Kind und voll trailtauglich – von sehr engen Spitzkehren mal abgesehen. Darüber hinaus gibt es Kindersitze, wie von Thule oder Ride Shotgun. Das Kind sitzt hier zwischen den Füßen der Eltern – so kann es den Trailverlauf sehen und übt schon etwas Balance. Schlafen ist hier allerdings tabu. Viele Kinder lieben diesen Sitz auf kurzen Touren und sind begeistert bei der Sache. Ebenfalls von Ride Shotgun gibt es eine Art Abschleppseil, wenn es mit den Großen doch mal zu steil oder zu lang im Anstieg wird. Auch das System hat sich bewährt – vor allem im Vergleich zu unsicheren Eigenkonstruktionen.

Tipps zur Tourenplanung mit größeren Kindern:

Pauschale Tipps sind bei Kindern im Grunde fehl am Platz. Zu individuell ist der Entwicklungsstand, die Ausdauer und der Mut der Kinder. Je nach Kondition, Motivation und fahrtechnischem Können, sollte die Tour angepasst werden. Kinder, wie Erwachsene brauchen Ziele und idealerweise kleine Erlebnisse auf dem Weg. Das kann ein cooler Waldweg sein mit Installationen, ein kleiner Badesee oder die Almhütte. Rechne entsprechend ausreichend Puffer ein, um nicht in Zeitnot zu geraten. Bei uns hat es sich bewährt, die Tour mit den Kindern vorher auf der Karte anzuschauen. Sie wollen immer gern wissen, wie der Verlauf ist, wie lang es bergauf geht und wann der nächste Trail oder das nächste Highlight kommt. Damit alle Spaß haben, sollten sich Geschwindigkeit und Schwierigkeit ganz nach den Kleinsten richten. Das mögen zu Beginn einfachere Touren sein, aber dadurch bleibt die Motivation erhalten und in zwei, drei Jahren (Geduld ist gefragt) sind vielleicht schon ausgewachsene Trailtouren möglich.

Die passende Unterkunft:

Ganz auf Familien eingestellt sind die Familienhotels von Mountain Bike Holidays. Die Häuser haben sich voll und ganz aufs Mountainbiken spezialisiert, und dabei das Mountainbike-Angebot für Kinder und Familien selbstverständlich und clever mitgedacht. Dort erhältst du familiengerechte Tourentipps, Ausrüstung zum Leihen und zum Teil Übungsgelände in direkter Hotelnähe. Für deinen 100% stressfreien aber dennoch actiongeladenen MTB-Familienurlaub! Also, viel Spaß beim Finden der perfekten MTB-Family-Homebase und beim Packen!

Nina Weidinger

Contentcreator. Textdesigner. Sportslover.